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Die Entwicklungsrealität erweitern

Die Daten der Sensoren des Sicherheitssystem lassen sich über ein Tablet als erweiterte Informationsquelle in der Augmented Reality anzeigen (Foto: PTC/HM)
Die Daten der Sensoren des Sicherheitssystem lassen sich über ein Tablet als erweiterte Informationsquelle in der Augmented Reality anzeigen (Foto: PTC/HM)

[28|10|2019]

Studierendenprojekt der HM verknüpft MBSE mit Augmented Reality

 

Um die zunehmende Komplexität ingenieurwissenschaftlicher Systeme zu beherrschen, setzen immer mehr Unternehmen auf Model-Based Systems Engineering, kurz MBSE. MBSE ist eine Methodik des Systems Engineerings, bei der die Information über ein (zu entwickelndes) System auf Modellen basiert. Ein Systems-Modeling-Language (SysML-) -Modell spezifiziert hierbei das Produktsystem und dient als eine wesentliche Informationsquelle für die verschiedenen am System beteiligten Parteien (Stakeholder).

 

Normalerweise müssen EntwicklerInnen, wenn sie einen Prototyp optimieren und dafür alle benötigten Informationen erhalten möchten, auf separate Tools zugreifen. „Damit der Zugang zum Systemmodell immer mehr Stakeholdern erleichtert wird, muss es mit den bisherigen Informationswelten verknüpft und anwendergerecht visualisiert werden“, sagt Prof. Dr. Claudio Zuccaro, der sich seit Jahren schwerpunktmäßig mit MBSE beschäftigt.

 

Augmented Reality spart Entwicklungszeit

Eine Gruppe Studierender, bestehend aus Fabio Riecken, Seyyid Inanmis, Lukas Portenlaenger, Niko Hennel, und Malte Baumkoetter des Masterstudiengangs Systems Engineering, hat unter der Leitung von Prof. Zuccaro in der Veranstaltung „Systems Engineering Projekt“ genau dies gemacht: Indem sie Daten aus einem Systemmodell in die Augmented Reality (AR) eines Demonstrators eingebunden haben, zeigten sie die Praxisrelevanz dieser Idee auf.

 

Dafür statteten die Studierenden ein Fahrrad mit einem selbst entwickelten Sicherheitssystem aus, das über Sensoren funktioniert. Mit Software des Unternehmens PTC ist es der Studierendengruppe gelungen, die Daten dieser Sensoren über ein Tablet als erweiterte Informationsquelle in der Augmented Reality anzuzeigen. In diesem Video sehen Interessierte, wie die Technik funktioniert.

 

Im Unternehmensumfeld würde diese Integration verschiedener Informationswelten die Arbeit der EntwicklerInnen wesentlich beschleunigen. MitarbeiterInnen der Unternehmen Accenture und PTC unterstützten die Studierenden beim Aufbau des Demonstrators, entwickelt hat das Team im IIoT (Industrial Internet for Things)-Zentrum von Accenture in Garching.

 

 

Prof. Dr. Claudio Zuccaro/Mirja Fürst