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Projektvernissage zeigt Vielfalt studentischer Projekte
Von intelligenten Dartscheiben, über einen herkömmlichen Gartenschlauch, der Daten übertragt bis hin zu Drohnen, die Lichtbilder in die Luft malen.
09/07/2026
Zum fünften Mal in Folge wurde die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik zur Ausstellungsfläche für studentische Projekte.
In kurzen Pitches und eigens produzierten Projektvideos stellten die Studierenden zunächst ihre Arbeiten vor, bevor die Besucherinnen und Besucher die Exponate in der Ausstellung selbst erleben und mit den Projektteams ins Gespräch kommen konnten. Neu in diesem Semester: Zwischen den Pitches gaben Videos Einblicke in weitere Projekte und erweiterten so den Blick auf die Vielfalt der Ausstellung.
„Die Projektvernissage hat sich in den vergangenen Jahren zu einem besonderen Format unserer Fakultät entwickelt. Ich habe diese Entwicklung von Anfang an miterlebt und bin jedes Mal aufs Neue beeindruckt, welche Ideen unsere Studierenden umsetzen. Auch in diesem Jahr zeigen die Projekte wieder die Relevanz und große Vielfalt unserer Disziplin“, sagt Prof. Dr. Benjamin Kormann, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik .
Auch als außerschulischer Lernort war die Projektvernissage gefragt: Rund 140 Schülerinnen und Schüler besuchten das Event, kamen mit Studierenden ins Gespräch, erprobten die entwickelten Prototypen, tauchten in technische Studieninhalte und praxisnahe Projektarbeiten an der Hochschule München ein:
Smart Darts
Smart Darts verbindet Spiel und Computer Vision: Eine Kamera erkennt automatisch, wo die Pfeile auf der Dartscheibe landen und berechnet daraus die erzielten Punkte. Auf anschauliche Weise zeigt das Projekt, wie Objekterkennung und klassische Bildverarbeitung den Ablauf eines Spiels überwachen und die User Experience verbessern.
Datenübertragung per Gartenschlauch
Zwei Projektteams zeigten, wie sich Daten über einen 25 Meter langen Gartenschlauch übertragen lassen. Der Schlauch diente dabei jeweils als Kanal: Ein Team setzte auf modulierten Schall, das andere nutzte Salzwasser und legte eine Spannung an. Erreicht wurden eine Datenrate von 400 Bit pro Sekunde und eine Reichweite von bis zu 50 Metern. So konnte ein vor Ort aufgenommenes Bild verlustfrei übertragen werden.
Drone-based Air Drawing
Ziel des Projekts war es, eine Drohne im freien Luftraum autonom einen beliebigen Schriftzug abfliegen zu lassen und diesen durch gezielte Ansteuerung farbiger LEDs in einer Langzeitbelichtung sichtbar zu machen. Die Lichtspur wird durch eine Kamera so aufgenommen, dass der gewünschte Schriftzug (Texte, Bilder oder Formen) klar erkennbar ist.
FUSE-Bike
Das FUSE-Bike ist ein multimodales Sensorfahrrad für die menschenzentrierte Forschung zu gefährdeten Verkehrsteilnehmenden im Kontext des autonomen Fahrens. Statt nur Fahrzeuge in den Blick zu nehmen, rückt es gezielt Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer in den Fokus und erfasst ihr Verhalten unter realen Bedingungen, als Grundlage für sicherere Mobilitätssysteme.
Zum Ende der Veranstaltung hielt Dekan Kormann fest:
„So schnell sind drei Stunden vorbei. Mein großer Dank gilt allen Studierenden, die ihre Arbeiten mit so viel Engagement präsentiert haben, sowie allen Besucherinnen und Besuchern, Lehrenden, Mitarbeitenden und Kooperationspartnerinnen und -partner, die teilgenommen und zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.“
Ein Aftermovie zur Projektvernissage erscheint in Kürze. In den kommenden Wochen wird außerdem sukzessive eine kuratierte Auswahl an Projektvideos veröffentlicht.