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Gegen sinkende Studierendenzahlen – gegen den bundesweiten Trend
Der VDE benennt die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik in seiner neuen Veröffentlichung als Positivbeispiel.
26/01/2026
Sinkende Studienanfängerzahlen in der Elektro- und Informationstechnik sind deutschlandweit ein Trend, der Hochschulen zunehmend beschäftigt. Umso wichtiger ist die Frage, wie es gelingen kann, junge Menschen frühzeitig für technische Studiengänge zu begeistern und ihnen Orientierung für ihre Studienwahl zu geben.
Der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) greift diese Entwicklung in seiner aktuellen Veröffentlichung „Hochschulen Elektro- und Informationstechnik 2026“ auf. Der Bericht analysiert die Erstsemesterzahlen der vergangenen Jahre und ordnet die Entwicklung ein.
Die Ergebnisse zeigen: In vielen Regionen gehen die Zahlen zurück. Hochschulen stehen vor der Herausforderung, dem Trend aktiv entgegenzuwirken.
Investitionen in neue Formate und strategische Kommunikation
Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule München wird in diesem Bericht neben der TU Clausthal bundesweit als positives Beispiel hervorgehoben. Damit wird sichtbar, dass die Entwicklung der Studierendenzahlen nicht nur von äußeren Faktoren abhängt, sondern auch durch gezielte Maßnahmen beeinflusst werden kann.
Durch praxisnahe Formate und direkte Einblicke in Projekte, Lehre und Forschung wurde in den vergangenen Jahren daraufgesetzt, das Studienangebot und den Studienalltag stärker erlebbar zu machen. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Nachwuchsarbeit an und mit Schulen. Ergänzend dazu wurde eine Social-Media-Kommunikation (Instagram und LinkedIn) aufgebaut, die die Elektrotechnik und Informationstechnik greifbarer macht und authentische Einblicke ermöglicht.
Auch strukturell wurden Weiterentwicklungen angestoßen: Mit dem neuen Studiengang „Digitale Systeme“ werden aktuelle Themen und Kompetenzfelder sichtbar adressiert, die für zukünftige Berufsbilder in der Elektrotechnik zentral sind.
Aktive Maßnahmen statt Abwarten
Prof. Dr. Benjamin Kormann, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik:
„Statt darauf zu setzen, dass sich die Studierendenzahlen von selbst erholen, haben wir frühzeitig investiert, neue Formate etabliert und neben Nachwuchsarbeit unsere Kommunikation strategisch weiterentwickelt. Unsere Forschungsstärke sowie das Promotionsrecht vergrößern unser Studienangebot und stärken die positive Wirkung der modernen Elektroingenieursdisziplin. Die Kombination aus aktiver Ansprache, gesteigerter Sichtbarkeit und modernen, vollständigen Studienangeboten trägt maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei.“
Zukunftsfeld Elektrotechnik und Informationstechnik
Die Elektrotechnik und Informationstechnik gehört zu den zentralen Schlüsselbereichen, wenn es um die technologische Transformation in der Gesellschaft und Wirtschaft geht. Umso entscheidender bleibt es, junge Menschen für diese Themen zu gewinnen und ihnen die Vielfalt und Perspektiven eines Studiums in diesem Feld aufzuzeigen.
Mehr dazu in der VDE-Veröffentlichung: „Hochschulen Elektro- und Informationstechnik 2026“ (Teil 1)