Über das Netzwerk für Zivilschutz
Die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa macht entschlossenes Handeln im Bereich Zivilschutz und Katastrophenschutz erforderlich. Ob Naturkatastrophen, Terroranschläge oder krisenbedingte Ausfälle: Die Anforderungen an Vorsorge, Reaktionsfähigkeit und kritische Infrastruktur sind in vielen Fällen vergleichbar.
Zivilschutz und Katastrophenschutz werden dabei nicht erst in außergewöhnlichen Krisenszenarien relevant. Sie betreffen ebenso Ereignisse, die lokal begrenzt erscheinen, aber erhebliche Auswirkungen auf Versorgung, Kommunikation und Einsatzfähigkeit haben können - etwa längere Stromausfälle, Störungen digitaler Kommunikationssysteme oder lokale Extremwetterereignisse.
Mit dem Zivilschutznetzwerk (ZSN) soll deshalb ein belastbares Netzwerk entstehen, das Wissenschaft, Einsatzpraxis, Politik, Industrie und Verbände zusammenbringt, um Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, gemeinsam zu bearbeiten und in konkrete Projekte zu überführen.
Das Vorhaben
Das Zivilschutznetzwerk (ZSN) ist als strukturierte Kooperationsplattform angelegt. Es bringt zentrale Münchner Akteure aus Wissenschaft, Einsatzpraxis, kritischer Infrastruktur, Großveranstalter, Industrie sowie Politik und Verbänden zusammen.
Ziel ist es, relevante Herausforderungen im Bereich Zivilschutz und Katastrophenschutz gemeinsam zu identifizieren und daraus konkrete Vorhaben zu entwickeln: von studentischen Projekten über prototypische Lösungen und Forschungskooperationen bis hin zu Förderprojekten, Stiftungsprofessuren und Ausgründungen.
Die drei Gründungsinstitutionen, die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule München, der VDE Bayern und die Feuerwehr München, übernehmen dabei zentrale und koordinierende Rollen als Impulsgeber und Transferpartner.
Aktiv mitwirken
Wirkung erzielen
Das Netzwerk lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Kompetenzen. Gesucht sind Akteure, die Herausforderungen aus der Praxis einbringen, Kooperationspotenziale erkennen sowie gemeinsam an tragfähigen Lösungen arbeiten und diese in die Umsetzung bringen möchten. Was eine Beteiligung konkret bietet, zeigt der folgende Überblick.
Sie profitieren vom direkten Austausch mit der Hochschule München und erhalten Zugang zu wissenschaftlicher und technologischer Lösungskompetenz für aktuelle Herausforderungen im Bereich Zivilschutz und Katastrophenschutz.
Sie können eigene Fragestellungen aus der Praxis einbringen und diese im Rahmen studentischer Projekte mit überschaubarem Vorlauf praxisnah bearbeiten lassen.
Sie erhalten frühzeitig Zugang zu neuen Ideen, Prototypen und möglichen Ausgründungen, die aus dem Netzwerk und gemeinsamen Projekten entstehen.
Sie positionieren sich als aktiver Partner für städtische Resilienz und machen Ihr Engagement in einem wichtigen zukunftsrelevanten Themenfeld sichtbar.
Sie werden Teil eines Netzwerks, das auf kontinuierlichen Austausch und regelmäßige Treffen setzt. Das Zivilschutznetzwerk ist als langfristige Austauschplattform angelegt, die wissenschaftliche Expertise und praktische Umsetzung zusammenführt, um den Zivilschutz und Katastrophenschutz, und damit einhergehend die Resilienzfähigkeit, nachhaltig zu stärken.
Damit gute Ansätze nicht im Konzeptstadium verbleiben, arbeitet das Netzwerk gemeinsam mit seinen Kooperationspartnerinnen und -partnern daran, entwickelte Lösungen gezielt in die Praxis zu überführen.
Stimmen aus dem Netzwerk
Einordnung der Begrifflichkeiten
Der Katastrophenschutz liegt in der Verantwortung der Länder. Er greift bei schweren Unglücksfällen und Katastrophen in Friedenszeiten und dient dem Schutz der Bevölkerung sowie der Bewältigung akuter Gefahrenlagen. (Quelle: BMI)
Ein Spannungsfall bezeichnet eine verfassungsrechtliche Krisenlage zwischen Frieden und Verteidigungsfall. Er kann festgestellt werden, wenn eine erhebliche außenpolitische Bedrohungslage vorliegt.
(Quelle: BBK / Artikel 80a Grundgesetz)
Kontakt
Jetzt anmelden
Sie möchten Teil des Netzwerk für Zivilschutz werden? Dann melden Sie sich jetzt zur Auftaktveranstaltung an.